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Weg mit TV-Schrott!

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D allgegenwärtig Fernsehgerät ist kein harmlos Guckkasten mehr - es hat sich zum regelrecht Giftschrank entwickelt, vor allem für Kinder und Jugendliche. Kinderärzte und Psychiater warnen immer nachdrücklicher vor d schädlich Folgen d unbegrenzt TV-Konsum und denken sogar über gesetzlich Einschränkungen nach. Nach Ansicht d Ulmer Psychiater Professor Spitzer ist Fernsehen ein wichtig Grund für d Gewaltbereitschaft in d US-Bevölkerung. Er führt als Beweis d Erkenntnisse aus drei Studien an:
1. In ein kanadisch Gemeinde wurde im Jahr 1972 d Fernsehen eingeführt, in zwei benachbart Orten dagegen noch nicht. Innerhalb von zwei Jahren nahmen in d fernsehend Gemeinde d Gewaltdelikte in d Bevölkerung um 160 Prozent zu. In d beid Kontrollgemeinden blieb das Gewaltniveau dagegen gleich.
2. 875 amerikanisch Kinder wurden von 1960 bis 1981 beobachtet. Kinder, die schon mit acht Jahren überdurchschnittlich häufig Gewaltszenen im Fernsehen sahen, gerieten mit 19 mit größer Wahrscheinlichkeit mit d Gesetz in Konflikt und waren im Alter von 30 Jahren häufiger wegen Gewaltkriminalität verurteilt als Kinder d Kontrollgruppe. Wer mit Gewalt im TV aufgewachsen war, schlug später mit größer Wahrscheinlichkeit auch d eigen Kinder.
3. Nach Einführung d Fernsehen in d USA und Kanada in d 50er Jahren haben sich d Tötungsdelikte innerhalb von zehn bis 15 Jahren verdoppelt.
(Salzburger Nachrichten, 4. 3. 2000)


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